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Forschungspreise des Landes Steiermark

Forschungspreis und des Förderungspreis des Landes Steiermark

Um hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Forschung sichtbare Anerkennung zu verschaffen und sowohl anerkannte als auch junge steirische Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anzuregen, werden der Forschungspreis sowie der Förderungspreis des Landes Steiermark verliehen. Der Forschungspreis ist als Hauptpreis für eine anerkannte Wissenschafterin / einen anerkannten Wissenschafter sowie als Förderungspreis für eine junge Wissenschafterin / einen jungen Wissenschafter mit jeweils € 12.000,-- dotiert.

Der Forschungspreis und der Förderungspreis des Landes Steiermark 2016 wurden heuer im Zeitraum 29. Jänner bis 29. April 2016 ausgeschrieben. Zurzeit sind keine Einreichungen möglich. 

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES FORSCHUNGSPREISES 2016 [pdf] (vgl. Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 4, 29. Jänner 2016)

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES FÖRDERUNGSPREISES 2016 [pdf] (vgl. Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 4, 29. Jänner 2016)

Externe Verknüpfung STATUT [pdf] (geltend seit 14. Februar 2015)

Die Bewerbung erfolgt grundsätzlich auf elektronischem Wege. Das Externe Verknüpfung ANTRAGSFORMULAR [doc] (gilt für alle Kategorien) ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bewerberinnen und Bewerber um den Forschungs- bzw. Förderungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine andere EU-Staatsbürgerschaft besitzen und eines der folgenden Kriterien erfüllen: im Land Steiermark geboren sein oder dort ihren ordentlichen Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) oder ein Anstellungsverhältnis zu einer steirischen Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung haben. Staatsbürgerinnen/Staatsbürger von EU-Staaten und Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind österreichischen Staatsbürgerinnen/Staatsbürgern gleichgestellt, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.

Sie haben die Arbeit, mit der sie sich bewerben, mit den entsprechenden Unterlagen innerhalb der gesetzten Frist nach der Verlautbarung in der „Grazer Zeitung - Amtsblatt für die Steiermark" beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung einzureichen.

Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.

Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.

 

Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark

Der Preis wird seit 1959 anlässlich des damaligen Gedenkens an den 100. Todestag Erzherzogs Johann von Österreich von der Steiermärkischen Landesregierung als Anerkennung und Würdigung für Arbeiten verliehen. Durch den Erzherzog Johann-Forschungspreis sollen hervorragende Leistungen in allen Wissenschaftsdisziplinen, die die politische, geisteswissenschaftliche und technologische Gesellschaftsentwicklung der Steiermark fördern und im Sinne des joanneischen Gedankens voranbringen, ausgezeichnet werden. Er ist mit € 12.000,-- dotiert und soll Wissenschafterinnen und Wissenschafter in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anregen.

Der Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark 2016 wurde heuer im Zeitraum 29. Jänner bis 29. April 2016 ausgeschrieben. Zurzeit sind keine Einreichungen möglich

Externe Verknüpfung AUSSCHREIBUNG DES ERZHERZOG JOHANN-FORSCHUNGSPREISES 2016 [pdf] (vgl. Grazer Zeitung - Amtsblatt für das Land Steiermark, Ausgabe Stück 4, vom 29. Jänner 2016)

Externe Verknüpfung STATUT [pdf] (geltend seit 14. Februar 2015)

Die Bewerbung erfolgt grundsätzlich auf elektronischem Wege. Das Externe Verknüpfung ANTRAGSFORMULAR [doc] ist vollständig auszufüllen und an Frau Maria Ladler, maria.ladler@stmk.gv.at, zu senden. Bewerbungen, die außerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Bewerberinnen/Bewerber um den Erzherzog-Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark müssen die österreichische oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzen und eines der folgenden Kriterien erfüllen: im Land Steiermark geboren sein oder dort ihren ordentlichen Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) oder ein Anstellungsverhältnis zu einer steirischen Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung haben. Staatsbürgerinnen/Staatsbürger von EU-Staaten und Vertragsparteien des Übereinkommens zur Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt, soweit es sich aus diesem Übereinkommen ergibt.

Sie haben die Arbeit, mit der sie sich bewerben, mit den entsprechenden Unterlagen innerhalb der gesetzten Frist nach der Verlautbarung in der „Grazer Zeitung - Amtsblatt für die Steiermark" beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung einzureichen. 

Für eine Diplomarbeit, Dissertation oder ein abgeschlossenes Lebenswerk wird kein Preis vergeben! Für Arbeiten, die bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurden und/oder zeitgleich bei einem anderen Bewerb eingereicht wurden, erfolgt ebenfalls keine Preiszuerkennung.

Zulässig ist jedoch die Wiedereinreichung einer Arbeit, die für einen der vergangenen steirischen Forschungspreise bereits eingereicht wurde und mit keinem Preis ausgezeichnet wurde.

 

Preisverleihung 2015

von li nach re: Peter Ruggenthaler, Monika Oberer, Christopher Drexler, Ursula Diefenbach (Preis in Empfang genommen für Wolfgang Ernst), Frank Madeo © Foto Fischer
von li nach re: Peter Ruggenthaler, Monika Oberer, Christopher Drexler, Ursula Diefenbach (Preis in Empfang genommen für Wolfgang Ernst), Frank Madeo
© Foto Fischer
 

Die Forschungspreise 2015 wurden am 11. Dezember 2015 von Wissenschaftslandesrat Mag. Christopher Drexler feierlich verliehen. Sie sind mit insgesamt € 36.000,00 dotiert.

 

Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermark 2015

Univ.-Doz. Dr. rer.nat Frank Madeo (Institut für Molekulare Biowissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz) für die eingereichte Arbeit:

"Acetyl-CoA: A master regulator of Autophagy and Longevity""

Eine seit Jahrzehnten akzeptierte Tatsache in der Altersforschung ist die Beobachtung, dass alle bisher getesteten Organismen – von Bakterien bis Affen – gesünder altern, wenn sie durchgehend weniger Nahrung  aufnehmen. Ähnliches ergibt sich beim Fasten, wenn in periodischen Abständen die Nahrungsaufnahme ausgesetzt wird. Trotzdem waren bisher die molekularen Grundlagen dieses Anti-Aging Phänomens weitgehend unbekannt; in anderen Worten: es gab bisher keine Antwort auf die Frage „Warum ist Fasten gesundheitsfördernd bzw. sogar lebensverlängernd?“ In zwei aufsehenerregenden Arbeiten konnte die Gruppe um Frank Madeo dieses Rätsel nun lösen. Wird Nahrung aufgenommen und verdaut, so werden die einzelnen Bestandteile in für den Körper brauchbare Bausteine umgewandelt. Eines der wichtigsten Bausteine ist dabei das sehr energiereiche Molekül Acetyl-CoA. Bei Nahrungsaufnahme steigt die Konzentration dieses Moleküls in den Zellen bzw. sinkt, wenn die Nährstoffzufuhr eine Zeit lang ausbleibt oder vermindert ist. Acetyl-CoA ist also eine Art Sensor, der signalisiert, wie viele Nährstoffe zur Verfügung stehen. Madeo und Kollegen konnten nun zeigen, dass die durch Fasten verminderte Acetyl-CoA Konzentration die sog. Autophagie anschaltet, eine zelluläre Selbstreinigungsmaschinerie. Dabei werden ungebrauchte, alte oder sogar gefährliche Zellbestandteile in molekularen Müllsäcken (sog. Autophagosomen) gesammelt und zum zellulären Magen, dem Lysosom, transportiert, um sie dort abzubauen. So können durch Fasten die sich während des Alterns anhäufenden Zellbestandteile wie defekte Proteine oder Mitochondrien, die eine potentielle Gefahr für die normale Zellfunktion darstellen und etwa in Alzheimer oder Krebs münden können, beseitigen. Insgesamt konnten diese Arbeiten die gesundheitsfördernden Effekte des Fastens erstmals molekular erklären. Durch die pharmakologische Manipulation der zellulären Acetyl-CoA Konzentration kann damit unter Umständen der Alterungsprozess auch beim Menschen beeinflusst werden.

 

Forschungspreis des Landes Steiermark 2015

Zukunft Innovation © Land Steiermark / EFRE
Zukunft Innovation
© Land Steiermark / EFRE
 
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (Logo) © EFRE
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (Logo)Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (Logo)
© EFRE
 

Dekan Univ.-Prof. Dipl.-Phys. Dr.rer.nat Wolfgang Erhard Ernst (Institut für Experimentalphysik, Technische Universität Graz) für die eingereichte Arbeit: 

"Kalte Moleküle für die Quantentechnologie

 

Mittels einer einzigartigen Methode, die er aus den USA mitgebracht hat, erzeugt Wolfgang Ernst knapp über dem absoluten Nullpunkt (-273°C) winzige Tröpfchen aus Helium mit einem Durchmesser von etwa 5 Nanometern. Auf deren Oberfläche oder im Inneren können Atome gezielt angeordnet und zur Reaktion gebracht werden, was zu bisher nicht zugänglichen, vormals unerforschten Molekülen und Clustern führt, hier erstmalig aus Rubidium und Strontium (RbSr) sowie aus Rubidium und Calcium (RbCa). Die Suprafluidität der Tröpfchen, ein quantenmechanischer Effekt ähnlich der Supraleitung, spielt hier eine wichtige Rolle. Die Untersuchung der Eigenschaften der so erzeugten kalten Moleküle - ebenfalls eine Herausforderung – gelang mit Lasermethoden begleitet von eigenen theoretischen Rechnungen.

Kalte Moleküle sind ein hochaktuelles spannendes Gebiet, zeigen sie doch in Gaswolken im Kollektiv quantenmechanisches Verhalten. Zweiatomige Moleküle mit elektrischem und magnetischem Dipolmoment wie die beiden Neulinge sind besonders interessant für die Quanteninformationstechnologie, so z.B. die Entwicklung eines Quantencomputers.

Die Arbeit wurde am 29. November 2014 von der Presse“ (Wien) vorgestellt; die American Physical Society führte auf ihrer Frühjahrstagung in San Antonio (Texas) im März 2015 einen Film über die Forschung im Institut von Prof. Ernst vor.

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Mittel des Landes Steiermark.

 

Förderungspreise des Landes Steiermark 2015

1. Assoz.-Prof.in Mag.a Dr.in rer.nat Monika Oberer (Institut für Molekulare Biowissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz) für die eingereichte Arbeit:

"A Peptide Derived from G0/G1 Switch Gene 2 Acts as Noncompetitive Inhibitor of Adipose Triglyceride Lipase"

Der menschliche Körper speichert überschüssige Energie in Form von Triglyzeriden welche vornehmlich im Fettgewebe gelagert werden. Triglyzeride können bei Bedarf wieder in ihre Fettsäuren aufgespalten werden, die dann z.B. als Energiequelle dienen. Nahrungsüberschuss und geringe körperlicher Betätigung stören das Gleichgewicht zwischen Aufbau bzw. Abbau der Fettdepots und führen zu verschiedenen chronischen Krankheiten. Diese belasten die einzelnen betroffenen Menschen, das Gesundheitswesen und wirken sich auch sehr negativ auf unsere Volkswirtschaft aus. Im Fettabbau spielt das in Graz entdeckte Protein Adipozyten Triglyzerid Lipase, kurz ATGL, eine Schlüsselrolle. Das Protein G0S2 (G0/G1 Switch Gene 2) greift regulierend in den Fettabbau ein, indem es hemmend auf die Aktivität von ATGL wirkt. Es stellt somit einen zentralen Ansatzpunkt in der Regulation des Fettstoffwechsels dar und beherbergt hohes therapeutisches Potential. In der Studie ist es gelungen, ein kurzes, 33 Aminosäuren-umfassendes Peptid aus dem Protein G0S2 zu isolieren welches bereits in physiologisch relevanten, nanomolaren Konzentrationen eine völlige Hemmung der ATGL Aktivität erzielt. Diese Inhibierung ist sehr spezifisch für ATGL und erfolgt durch einen nicht-kompetitiven Mechanismus. Somit träg die Arbeit bei, die Regulation von ATGL durch G0S2 besser zu verstehen und öffnet Wege zu neuen Therapieansätzen bei Störungen des Fettstoffwechsels.

 

2. Priv.-Doz. Mag. Dr.phil Peter Ruggenthaler (Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung) für die eingereichte Arbeit:

"The Concept of Neutrality in Stalin´s Foreign Policy, 1945-1953"

Dem Buch “The Concept of Neutrality in Stalin´s Foreign Policy”, das in der Harvard Cold War Studies Book Series erschienen ist, basiert auf der Habilitationsschrift des Verfassers an der Universität Graz. Es ist damit auch die erste Monographie eines österreichischen Zeithistorikers, die an der Harvard-Universität publiziert wird.

Das Buch basiert auf jahrelangen Forschungen in russischen Archiven und zeichnet ein klares Bild der Teilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Autor widerspricht der weit verbreiteten Auffassung, dass die Einrichtung einer neutralen Zone von Staaten – inklusive Deutschland – zwischen Ost und West real gewesen wäre. Die Sowjetunion unter Stalin war entschlossen, die Kontrolle über ihren eigenen Einflussbereich auf deutschem Gebiet zu erhalten. Das Buch bietet damit auch wichtige Einblicke in die Entstehung des Kalten Krieges und des globalen Wettstreites mit den daraus resultierenden Folgen

 

Referentin - Kontakt

Für die Beantwortung Ihrer Fragen steht Ihnen die zuständige Referentin, Frau Maria Ladler, jederzeit und gerne zur Verfügung. 

  • Maria LADLER
    maria.ladler@stmk.gv.at
    Tel.: 0316 / 877-2003
    Fax: 0316 / 877-3998

    Referat Wissenschaft und Forschung
    Abteilung 8 - Gesundheit, Pflege und Wissenschaft
    Amt der Steiermärkischen Landesregierung
    Zimmerplatzgasse 13, 8010 Graz

    POSTANSCHRIFT: Friedrichgasse 9, 8010 Graz
 
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