
4. Steirische Gesundheitskonferenz - Zusammenfassung
Mittwoch, 24. Juni 2009, Flughafen Graz
Die 4. Steirische Gesundheitskonferenz stand unter dem Titel „QUALITÄT GEMEINSAM LEBEN" und fand am 24. Juni 2009 am Flughafen Graz statt. Insgesamt haben 340 interessierte Personen aus dem extra- und intramuralen Gesundheitsbereich, sowie den Bereichen Politik, Verwaltung, Forschung und Versicherung an der Konferenz teilgenommen.
Das im Laufe des letzten Jahres erarbeitete Strategiekonzept zu Qualitätsthemen im steirischen Gesundheitswesen war für die Auswahl des Themas entscheidend. Für diese Qualitätsstrategie wurden fünf prioritär zu bearbeitende Qualitätsbereiche festgelegt: Steigerung der PatientInnensicherheit, Kommunikations- und Informationsstrukturen, Qualitätsgesicherte PatientInneninformationen, Weiterentwicklung von Indikatoren und Ausbau der Leitlinienarbeit.
Die PatientInnensicherheit war bereits das zentrale Thema der 3. Steirischen Gesundheitskonferenz, daher wurde der Schwerpunkt für die 4. Steirische Gesundheitskonferenz auf die folgenden drei Themengebiete gelegt: Ergebnisqualität, PatientInneninformation und Kommunikation.
Im Anschluss an die Begrüßung durch Landesrat Helmut Hirt und Josef Pesserl, Obmann der StGKK, stellte Hofrat Gaugg, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark, die steirische Qualitätsstrategie vor. Das Hauptreferat wurde nach krankheitsbedingter Absage von Dr. Günther Jonitz, dankenswerterweise von Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann übernommen. Im Anschluss daran folgten drei Kurzreferate zu den oben genannten Themenschwerpunkten.

Am Nachmittag gab es die Möglichkeit in drei parallelen Workshops zu den Themen Ergebnisqualität, PatientInneninformation und Kommunikation zu diskutieren.

Die inhaltliche Konzeption der Konferenz passierte in enger Abstimmung zwischen der Geschäftsstelle des Gesundheitsfonds Steiermark, dem beratenden Gremium und der Steuerungsgruppe. Die Organisation der Konferenz wurde wieder von der FH Joanneum, Studiengang Gesundheitsmanagement im Tourismus übernommen.
Steirischer Preis für Qualität im Gesundheitswesen „Salus"
- das LKH Stolzalpe für die Entwicklung und den Aufbau des Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
- der Verein FQSDÖ - Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie Österreich für die Entwicklung der Qualitätssicherung in der Diabetologie
Kurzbeschreibung der Preisträger-Projekte
Das LKH Stolzalpe, hat als erstes Krankenhaus in Österreich ein umfassendes Qualitätsmanagement-System eingeführt und über eineinhalb Jahrzehnte konsequent und zielorientiert Qualitätsziele und Verbesserungspotentiale umgesetzt. Der Gewinn eines Qualitätsmanagement-Wettbewerbs in der Kategorie Aufnahmemanagement zählt ebenso zu den Erfolgen wie eine hohe PatientInnen- und MitarbeiterInnenzufriedenheit. Die zusätzliche Etablierung des Risk-Managements, die Einführung eines anonymen Fehlermeldesystems sowie die Bewerbung um den Staatspreis für Qualität zählen zu den jüngeren Aktivitäten des LKH Stolzalpe.
FQSDÖ - Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie - das Forum hat von der Steiermark aus die österreichweite Initialzündung gegeben, in einem prozess- und ergebnissorientierten, datengestützten Ansatz, die Qualität der Versorgung einer der bedeutendsten Erkrankungen der heutigen Wohlstandsgesellschaft - Diabetes mellitus - zu optimieren. Die Entwicklung einer speziellen Dokumentation und Datenauswertung, Qualitätszirkel, Arbeitstreffen und PatientInnenfallplanungsprotokolle waren bedeutende Schritte auf diesem Weg. In der Steiermark wurden die im Forum entwickelten Qualitätssicherungsinstrumente in Schulungsprojekten eingesetzt und werden im Disease-Management-Programm (DMP) „Therapie Aktiv - für Diabetes mellitus Typ 2" weitergeführt.
Weitere Informationen und Downloads der Präsentationen unter http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/25346710/DE/
