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Kosten für Kundinnen bzw. Kunden

Der Kundinnen- bzw. Kundentarif ist sozial gestaffelt und errechnet sich ab 1. Juli 2018 nicht mehr aus dem (Ehe)Partnereinkommen, sondern aus dem Individualeinkommen der Kundin bzw. des Kunden.  

Externe Verknüpfung Downloadmöglichkeit Kundinnen- und Kundentarifliste 2019 =>

Die betreuende Organisation ermittelt den zu leistenden Kundinnen- bzw. Kundenanteil. Dieser wird aus dem Individualeinkommen der Kundin bzw. des Kunden und unter Berücksichtigung von bestimmten Unterhaltsansprüchen bzw. Unterhaltsverpflichtungen errechnet. Die verbleibenden Kosten, zur Deckung der Normkostenstunde, verrechnet die Organisation direkt mit der Wohnsitzgemeinde und dem Land Steiermark.

Bei der Ermittlung des Einkommens werden grundsätzlich die laufenden in- und ausländischen Nettoeinkünfte, die zur Abdeckung der allgemeinen Lebenserhaltungskosten dienen, berücksichtigt. Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt) werden nicht berücksichtigt. Zuschüsse, Beihilfen oder sonstige Geldleistungen, die zweckgebunden sind bzw. im Wesentlichen Kostensätze für bestimmte Leistungen darstellen, bleiben ebenfalls unberücksichtigt.

Dem Individualeinkommen der Kundin bzw. des Kunden werden bestimmte Unterhaltsansprüche gegenüber Ehegatten bzw. Partnern bei eingetragenen Partnerschaften, die den eigenen Unterhalt betreffen, hinzugerechnet. Die Höhe des Unterhaltsanspruches wird nach den nachstehend definierten Prozentsätzen ermittelt, sofern nicht titulierte, d.h. vertraglich anerkannte oder gerichtlich festgestellte, Unterhaltsansprüche vorliegen.

  • Bei Einkommenslosigkeit des Unterhaltsberechtigten: 33% des monatlichen Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen
  • Bei Eigeneinkommen des Unterhaltsberechtigten: 40% des gemeinsamen monatlichen Gesamtnettoeinkommens (Einkommen des Unterhaltsberechtigten zuzüglich jenes des Ehegatten bzw. eingetragenen Partners), abzüglich des Eigeneinkommens

Bei Lebensgemeinschaften besteht grundsätzlich keine Unterhaltsverpflichtung.

Titulierte Unterhaltsansprüche, z.B. von geschiedenen Ehegatten bzw. getrennten Partnern, von Kindern oder Eltern, werden dem Individualeinkommen der Kundin bzw. des Kunden hinzugerechnet.

Nachweislich erbrachte Unterhaltsleistungen, die verpflichtend zu leisten sind, werden bei der Ermittlung des Einkommens in Abzug gebracht.

Das Pflegegeld gilt nicht als Einkommen. In der Regel steht jedoch der Kundin bzw. dem Kunden das Pflegegeld zur Deckung der Pflege- und Betreuungskosten zur Verfügung. 

Die gesamte Richtlinie des Landes „Definition und Ermittlung des Einkommens für die Sozialen Dienste iSd § 16 SHG" und die Richtlinie „Kundinnen- bzw. Kundenbeiträge für die Mobilen Pflege- und Betreuungsdienste/Hauskrankenpflege Steiermark" finden Sie unter dem seitlich in der Menüführung angeführten Punkt „Rechtsgrundlage" zum Download.

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