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LR Drexler beruft Expertengremium ein: „Zeitgemäße Lösungen für den öffentlichen Sanitätsdienst"

Presseaussendung vom 15.07.2019

„Zeitgemäße Lösungen für den öffentlichen Sanitätsdienst"


In Österreich gibt es immer weniger Ärzte. Zudem verändern sich die Rahmenbedingungen ihrer vielfältigen Tätigkeiten. Angehende Spitalsärzte suchen zunehmend jene Krankenhäuser, die Spezialisierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie Karrierechancen bieten. Das macht es schwieriger, junge Mediziner für kleine Spitäler zu gewinnen. Landarztstellen bleiben vereinzelt auch nach mehrmaliger Ausschreibung durch die Sozialversicherungsträger unbesetzt. Mit dem Zukunftsmodell der Gesundheitszentren, von denen es in der Steiermark bereits fünf gibt und deren Zahl bis 2025 auf 30 anwachsen soll, wird diesem Trend entgegengesteuert.

Ärztemangel wirkt sich auf öffentlichen Sanitätsdienst aus
Im öffentlichen Sanitätsdienst ist der zunehmende Ärztemangel ebenso spürbar. Ausschreibungen des Landes für offene Amtsarztstellen bleiben nicht selten für längere Zeit ohne Bewerber. Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die gemäß der Kompetenzverteilung des österreichischen Bundesverfassungsgesetzes für den öffentlichen Sanitätsdienst zuständig sind, sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, Ärzte für die Ausübung dieser Dienste zu finden. Dazu zählen etwa die Unterstützung der Polizei bei Zwangseinweisungen nach dem Unterbringungsgesetz, Sachverständigenleistungen, Schuluntersuchungen oder Tätigkeiten wie die zuletzt viel diskutierte Totenbeschau.

LR Drexler strebt Weiterentwicklung an: „An neuen, zeitgemäßen Modellen arbeiten"
Herausforderungen, die nicht nur in der Steiermark, sondern in ganz Österreich, bzw. europaweit vor allem außerhalb größerer Städte bestehen und nicht - zumindest nicht ausschließlich - auf landespolitischer Ebene gelöst werden können.

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler arbeitet dennoch an Verbesserungen für die Steiermark:
„Unser oberstes Ziel ist die beste Gesundheitsversorgung für die Steirerinnen und Steirer. Dazu gehört auch ein gut funktionierender öffentlicher Sanitätsdienst. Dass es den Gemeinden oft nicht möglich ist, Ärztinnen oder Ärzte für Tätigkeiten wie die Totenbeschau zu finden zeigt, dass wir zu alternativen Modellen und Überlegungen kommen müssen, wie diese Leistungen auch in Zukunft gesichert werden. Dazu müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Ich werde daher ein Expertengremium einberufen, mit dem intensiv an neuen und zeitgemäßen Modellen für den öffentlichen Sanitätsdienst gearbeitet wird", betont Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und fügt hinzu: „Unabhängig vom Ausgang der kommenden Nationalratswahl und wer dann letztendlich die Verhandlungspartner um eine künftige Bundesregierung sein werden: Ich werde auch auf Bundesebene für mehr Bewusstsein werben, dass endlich aktiv Schritte gegen den Ärztemangel ergriffen werden müssen und, dass die Leistungen des öffentlichen Sanitätsdienstes grundlegend für die gesundheitliche Versorgung und die Kontrolle unseres Gesundheitswesen sind. Wir werden unsere Ideen konstruktiv einbringen."

Zu diesem Expertengremium eingeladen werden sollen etwa Vertreter von Gemeindebund, Städtebund, Ärztekammer, Gesundheitsfonds, Sozialversicherung, Landessanitätsdirektion, Polizei, KAGes und Medizinischer Universität Graz.

Mehrbedarf an Amtsärzten: Weiter Maßnahmen entwickeln
„Die Amtsärztinnen und Amtsärzte des Landes sollen nicht nur in die Diskussionen einbezogen werden, sondern es soll auch Thema sein, wie wir zu mehr Interesse an diesem Berufsbild kommen können. In diesem Zusammenhang arbeiten wir in der zuständigen Landesabteilung schon länger an gezielten Maßnahmen und Informationsgrundlagen, um mehr Nachfrage für diese spannende Aufgabe zu erzeugen."

„Lösungswege im Sinne der besten Gesundheitsversorgung"
„Mein Ziel ist, gemeinsam zu Lösungswegen für den öffentlichen Sanitätsdienst zu kommen - abseits von Einzelinteressen. Einzig im Interesse der besten Gesundheitsversorgung für die Steirerinnen und Steirer. Denn der öffentliche Sanitätsdienst erfüllt vielfältige und für das Gemeinwesen äußerst wichtigen Aufgaben. Diesen Stellenwert wollen wir stärker hervorheben", hält Gesundheitslandesrat Christopher Drexler abschließend fest.

Michael Eisner
Pressesprecher
Büro Landesrat Mag. Christopher Drexler
Tel.: 0316 877 4471
E-Mail: michael.eisner@stmk.gv.at

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