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Ergebnisse des steirischen Suchtberichts

Bereits 2011 wurden von einer Experten zehn Leitlinien für die steirische Suchtpolitik formuliert, die als wichtige Steuerungsgrundlage dienen sollten und durch ein gut abgestimmtes Vorgehen dazu beitragen sollten, die suchtinduzierten Belastungen der steirischen Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

So zeigt der vorliegende Suchtbericht aktuelle Zahlen für die Steiermark: Der Anteil der täglich Rauchenden liegt in der erwachsenen Bevölkerung bei 22 Prozent. 13 Prozent der Steirerinnen und Steirer konsumieren Alkohol in einem Ausmaß, das längerfristig als problematisch zu beurteilen ist und zwei Prozent der Steirerinngeben an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben.

Für Landesrat Christopher Drexler ist es ein wichtiges Ziel die Gesundheit der Bevölkerung zu steigern. „Denn Sucht ist eine Erkrankung, die weitreichende Folgen für die konsumierende Person, ihr Umfeld und die Gesellschaft hat. Der Bericht zeigt, dass wir in der Steiermark auf einem guten Weg sind, aber er zeigt uns auch in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht, um uns auf diesem gemeinsamen positiven Weg weiter voranzubringen."

Die zehn Leitlinien der Neuen Steirischen Suchtpolitik waren in vielerlei Hinsicht handlungsleitend. Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer Suchtentstehung wurden verstärkt. So konnten zwischen 2010 und 2016 fast 60.000 Personen durch Präventionsmaßnahmen von VIVID - Fachstelle für Suchtprävention erreicht werden. Außerdem wurde auf aktuelle Entwicklungen und Zielgruppen eingegangen. Positiv hervorgehoben wird die Erarbeitung neuer Strategien zum Umgang mit Alkohol, Nikotin und pathologischem Glücksspiel. Im Bereich illegaler Drogen werden insbesondere der Rückgang der Neuerkrankungen der Opioidabhängigen und die hohe In-Treatment-Rate hinsichtlich der Opioid-Substitutionsbehandlung hervorgehoben. Die Anzahl der Klienten Kontakte in der ambulanten Suchthilfe stieg von 18.774 im Jahr 2010 auf insgesamt 34.778 persönliche Klienten Kontakten im Jahr 2016.Patienten und Patientinnen mit Alkoholproblemen stellen die wichtigste Klientengruppe in ambulanten Einrichtungen der Steiermark dar. Zwei Drittel dieser Personen sind männlich das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren.

Jährlich erhalten etwas mehr als 2.000 Steirer/Steierinnen die Diagnose Alkoholabhängigkeit. Dies betrifft vor allem Personen im Alter von 35 bis 69 Jahren. Mehr als 2.000 Steirer/Steierinnen werden jährlich wegen einer Alkoholintoxikation bzw. eines Alkoholrausches behandelt.

„Da die Sucht als eine jener Krankheiten gesehen werden muss, welche nur durch die Abhängigen selbst kuriert werden kann, spielt die Prävention und Aufklärung eine der wesentlichen Rollen in der gesamten Debatte um die Sucht", so der Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.

Die Kurzfassung des steirischen Suchtberichts finden Sie Externe Verknüpfung hier.

Josefa Umundum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Büro Landesrat Mag. Christopher Drexler
Tel. 0316-877 2683, Mobil: 0676/86662683
Mail: josefa.umundum@stmk.gv.at

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