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MEHR Beteiligung!

Drexler, Klöckl, Nussbaum, Marczik-Zettinig und Lackner © Gesundheitsfonds/Hutter
Drexler, Klöckl, Nussbaum, Marczik-Zettinig und Lackner
© Gesundheitsfonds/Hutter

MEHR Nähe. BESSERE Qualität. MEHR Beteiligung - das sind die drei Prämissen des Steirischen Gesundheitsplans 2035 für ein modernes und zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Mit „Mehr Beteiligung" will der Gesundheitsplan 2035 zu einer für die Bürgerinnen und Bürger einfacheren und besser verständlichen Gesundheitsversorgung beitragen. Ziel ist, dass die Menschen in der Steiermark besseren Zugang zu Informationen erhalten und so für mehr Gesundheit in ihrem Alltag sorgen können, um länger gesund zu bleiben.

Damit diese „Gesundheitskompetenz" der Steirerinnen und Steirer verbessert wird, startet der Gesundheitsfonds mehrere Maßnahmen, u.a. können Förderungen für innovative Projekte zur Steigerung der Gesundheitskompetenz abgeholt werden.

„Der Steirische Gesundheitsplan 2035 hat auch zum Ziel, dass die Steirerinnen und Steirer besser über ihre Gesundheit Bescheid wissen und sich ausführlich informieren können. Durch die Stärkung der Gesundheitskompetenz des Einzelnen wird ein möglichst selbstbestimmtes Leben unterstützt," so Gesundheitslandesrat Christopher Drexler. „Damit die Steirerinnen und Steirer gesünder sind und länger leben als der Rest der Welt."

„Die Steigerung der Gesundheitskompetenz trägt wesentlich zu gesundheitlicher Chancengleichheit bei. Aus diesem Grund bietet die STGKK eine Fülle an qualitativ hochwertigen Informationen zu gesundheitsrelevanten Themen an - Broschüren, Info-Veranstaltungen, Workshops, Schulungen, Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote für praktisch alle Lebensbereiche, aber auch laufende Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", umreißt Obfrau Verena Nussbaum die zahlreichen Aktivitäten der STGKK zur Steigerung der Gesundheitskompetenz.

„Mit der Querschnittsmaterie Gesundheit werden die Kinder und Jugendlichen bereits in der elementaren Bildung und später in außerschulischen Bereichen befasst. Die Entwicklung einer Eigenkompetenz, zu der auch das ‚gesund sein‘ an sich zu erkennen gehört, ist dabei eine ganz wesentliche Herausforderung," zählt für Bildungslandesrätin Ursula Lackner Kompetenzvermittlung zu den wichtigsten Aufgaben.

Die Maßnahmen
Der Gesundheitsfonds Steiermark öffnet ab Ende Juni einen Förderungscall zum Thema Gesundheitskompetenz, bei dem gemeinnützige Organisationen/Institutionen/Unternehmen, aber auch Gemeinden, NGO's, Vereine, Universitäten und Fachhochschulen innovative Pilotprojekte, die zu einer Steigerung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung und/oder zu einem gesundheitskompetenten System beitragen, einreichen können.

Dabei werden Projekte mit einer Umsetzungsdauer zwischen 12 und 36 Monaten gefördert - wobei der frühestmögliche Umsetzungsstart der Projekte mit 1. Jänner 2018 definiert wurde - sofern sie den Förderungsschwerpunkten entsprechen. Neben Schulungsmodellen für unterschiedliche Zielgruppen Seite 2 von 2

(z.B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem) werden auch Modelle zur Integration des Themas Gesundheitskompetenz in den Bildungsbereich darin enthalten sein.

Ab Ende Juni werden auf der Website www.gesundheitsportal-steiermark.at die zentralen Förderungsrichtlinien und Antragsunterlagen veröffentlicht. Projekte können bis zum 13. Oktober 2017 eingereicht werden.

Weitere Maßnahmen sind Gesundheitskompetenzkurse für Schülerinnen und Schüler, für Seniorinnen und Senioren oder die Fortführung der Jugendgesundheitskonferenzen, die in den letzten beiden Jahren schon erfolgreich zu einer Steigerung der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen geführt haben. Für chronisch Kranke sollen ab 2018 Kurse angeboten werden, in denen die Patientinnen und Patienten lernen können, im Alltag besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Und in einer Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz und der FH Joanneum wird gerade das Konzept für eine PatientInnenuniversität ausgearbeitet. Geplant sind einfach verständliche Vorträge und Kurse zu vielen verschiedenen Gesundheitsthemen, die allen Steirerinnen und Steirern offen stehen und in allen Regionen in der Steiermark angeboten werden sollen.

Hintergrund
Der europäische Health Literacy Survey zeigte, dass die Steirerinnen und Steirer im Bundesländervergleich die niedrigste Gesundheitskompetenz in Österreich aufweisen:

Nur 36,8 % der Steirerinnen und Steirer verfügen über eine ausreichende oder exzellente Gesundheitskompetenz (Österreich: 48,4 %). Das bedeutet, dass die Menschen die Informationen über Gesundheit und Krankheit nicht ausreichend verstehen oder beurteilen und daher auch nicht entsprechend anwenden können. Personen mit höherer Gesundheitskompetenz schätzen ihre Gesundheit nicht nur besser ein als Personen mit geringerer Gesundheitskompetenz, sie sind im Schnitt auch weniger häufig im Krankenhaus, benötigen seltener Ärztinnen oder Ärzte und nutzen medizinische Notfalldienste weniger.

Weil also niedrige Gesundheitskompetenz ein hohes Gesundheitsrisiko mit sich bringt, muss die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung gesteigert werden und unser Gesundheitssystem leichter zugänglich und verstehbar gemacht werden.

Die Maßnahmen des Gesundheitsfonds Steiermark sollen in den nächsten drei Jahren dazu beitragen, die Gesundheitskompetenz der Steirerinnen und Steirer zu verbessern.

Was ist Gesundheitskompetenz?
Darunter versteht man das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Krankenversorgung Entscheidungen treffen zu können, die zur Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheit während des gesamten Lebensverlaufs beitragen.

Rückfragehinweis:
Gesundheitsfonds Steiermark, Bernadette Matiz, MAS
Tel. +43 (0) 316 877-4963 oder E-Mail: bernadette.matiz@stmk.gv.a

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