16. März 2010

Walken und Joggen im Herbst? Ja, aber mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen!

 Wenn die Tage kürzer, nebeliger und verregneter werden ist das kein Grund, auf Ausdauersport im Freien zu verzichten - jedoch müssen einige Vorkehrungen getroffen werden. Denn jährlich gehen auf das Konto widriger Wetterverhältnisse im Herbst bis zu 5.500Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

 

Regen, Nebel, Laub - das verursachte laut Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in den Herbst- und Wintermonaten des Vorjahres rund 5.500 Verletzungen, die im Spital behandelt werden mussten. Dr. Anton Dunzendorfer: „2.900 davon gingen allein auf das Konto von Walkern und Joggern. Unfälle in den Herbst- und Wintermonaten machen damit ein Fünftel aller Unfälle in diesen Sportarten aus. Dabei sind Laufen und Walken jedoch ideale Sportarten, um fit über die kalte Jahreszeit zu kommen - leider werden aber die besonderen Gegebenheiten wie nasser und rutschiger Boden viel zu wenig beachtet."


Hauptursache ist bei mehr als der Hälfte aller Unfälle übrigens das Überstrapazieren von Körperteilen wie etwa Überknöcheln - 39 Prozent der Unfälle passieren durch Stürze. Dunzendorfer: „Beinahe jeder zweite Läufer oder Walker zog sich dabei Sehnen- und Muskelverletzungen zu, ein Viertel der Verletzten erlitt einen Knochenbruch. Zu 40 Prozent betroffen ist dabei das Knie- sowie das Fußgelenk, in 27 Prozent der Fälle trifft es den Knöchel. Jeder Zehnte verletzt sich an Hand oder Fingern, was vor allem beim Abwehren eines Sturzes passiert."

Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit und Sport, rät daher dringend folgende Tipps zu berücksichtigen:

  • Die Ausrüstung muss den Wetterverhältnissen angepasst werden!
  • Die leichten Sommerschuhe gegen robustes Material mit griffiger Sohle austauschen!
  • Beim Nordic Walken bieten Metallspitzen an den Stöcken auch auf feuchtem Untergrund guten Halt!
  • Kleidung mit reflektierenden Elementen tragen!
  • Zusätzliches Reflexmaterial wie entsprechende Westen oder Klaxbänder verwenden!
  • Nur auf gut ausgewählten Wegen laufen oder walken!

Aber durch Nässe, Blätter und Bodenfrost rutschige Wege werden nicht nur für Sportler zu einem besonderen Handicap - 2.600 Menschen mussten im Vorjahr im Spital behandelt werden, weil sie auf solchen Wegen ganz einfach ausgerutscht und gestürzt sind. Dunzendorfer: „Jeder zweite der Verletzten war dabei 60 Jahre oder älter. Zwei Drittel der Verletzten zogen sich einen Knochenbruch - primär Fußgelenk und Schulter - zu. Und das kann bei einem betagten Menschen mitunter auch schwerwiegende weitere Folgen haben, denn im Alter heilen Knochenbrüche weitaus langsamer."


Tipps:

  • Feste Schuhe mit griffigem Profil tragen - glatte abgenützte Sohlen erhöhten die Rutschgefahr!
  • Sich die Gefahr bewusst machen - nicht nur eisige sondern eben auch laubnasse Wege sind gefährlich!
  • Trockene, laubfreie Spazierwege bevorzugen!
  • Gut ausgeleuchtete Wege benützen - nicht in der Dunkelheit spazieren gehen!
  • Haus- und Grundstückseigentümer darauf aufmerksam machen, dass sie dafür verantwortlich sind, dass Treppen und Wege frei von Laub, Eis und Schnee sind.