
Flächendeckendes Fehlermeldesystem für alle Bereiche des steirischen Gesundheitswesens bis 2011
Gesundheitsplattform Steiermark präsentiert umfassende Qualitätsstrategie für die Steiermark

Graz, 23. Juni 2009
Aus Fehlern lernen, auch solchen, die keine schwerwiegenden Folgen haben - das ist
eines der strategischen Ziele, um die Qualität der Gesundheitsversorgung in der
Steiermark weiter zu verbessern. Was es derzeit nur vereinzelt gibt, soll innerhalb von
zwei Jahren flächendeckend für alle Sektoren des Gesundheitswesens verwirklicht sein:
Gemeinsam mit allen Partnern im Gesundheitswesen wird ein Fehlermeldesystem als
Grundlage einer systematischen Verbesserung der PatientInnensicherheit installiert.
„Wesentlich ist, dass alle Beteiligten, Land, Krankenkassen, Ärzte- und
Apothekerkammer, Pflege sowie andere Einrichtungen hier an einem Strang ziehen",
betont Gesundheitslandesrat Helmut Hirt, der auch Vorsitzender der
Gesundheitsplattform Steiermark ist, das erfolgreiche Bemühen um ein gemeinsames
Vorgehen.
Fünf Säulen der Qualitätsstrategie
Ein Fehlermeldesystem zur Steigerung der PatientInnensicherheit ist aber nur eines der
fünf zentralen Ziele der Strategie, die auch bei der Gesundheitskonferenz am 24. Juni
präsentiert wird.
Neben dem Ausbau der Kommunikations- und Informationsstrukturen innerhalb des
Gesundheitswesens gehört auch die sektorenübergreifende Konzeption von
Aufklärungs- und Schulungsinhalten dazu: „Für maßgebliche Bereiche wie die
Schlaganfallversorgung und die Akutbehandlung koronarer Herzerkrankungen wurden
bereits im Vorjahr Pilotprojekte gestartet", so GKK-Generaldirektorin Andrea
Hirschenberger. Bereits ab Herbst soll es in der Steiermark ein Gesundheitsportal geben, über das Patientinnen und Patienten sowohl Zugang zu den eigenen Befunddaten als
auch zu qualitätsgesicherten Gesundheitsinformationen bekommen. Dazu passt auch
die vierte Säule der steirischen Qualitätsstrategie, der Ausbau und die Verfeinerung von
Leitlinien vor allem zur Behandlung weit verbreiteter und schwerwiegender
Krankheiten. Der fünfte Schwerpunkt ist die Entwicklung zentraler
Qualitätsindikatoren.
„Von vornherein alle Bereiche des Gesundheitswesens, von der allgemeinmedizinischen
Praxis bis zum Landeskrankenhaus und zur Universitätsklinik, von der Apotheke bis zu
Pflege in die Planung einzubeziehen, ist die große Stärke des steirischen Systems",
sagen die Plattform-Geschäftsführer Harald Gaugg und Siegfried Marchel.
Intersektorale Qualitätssicherungskommission begleitet die Umsetzung
Darum kommt auch der Gesundheitsplattform, in der alle Bereiche vertreten sind und
zusammenarbeiten, eine große Bedeutung zu. Die Umsetzung wird auch von einer
Qualitätssicherungskommission begleitet, in der PatientInnen- und Pflegeombudsschaft,
die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft, die weiteren Spitalsträger, die
Medizinische Universität, die Sozialversicherungsträger, Spitals- und niedergelassene
ÄrztInnen ebenso vertreten sind, wie die stationäre und die mobile Pflege sowie die
Apotheken.
Erstmals steirischer Qualitätspreis „Salus" für Gesundheit
Als Signal für das Bemühen um mehr Qualität im Gesundheitswesen und als Zeichen der
Wertschätzung für engagierte Projekte wird in diesem Jahr im Rahmen der
Gesundheitskonferenz erstmals auch der „Salus" als Preis für Qualität im
Gesundheitswesen vergeben. Ausgezeichnet werden zwei Projekte.
Für Rückfragen: Martin Novak, 0316/837 065, 0664 4048 123, martin.novak@conclusio.at

