19. März 2010

Zahngesundheit in aller Munde

62% der Sechsjährigen sind bereits kariesfrei

 

97% der steirischen Kindergärten und 99% der steirischen Volksschulen beteiligen sich am Kariesprophy-laxeprogramm von Styria vitalis. Wie wichtig und sinnvoll der regelmäßige Besuch der Zahngesundheits-erzieherInnen ist, zeigen die erfreulichen Ergebnisse der Zahnstatuserhebung 2006/2007.

 

Kariesprophylaxe in der Steiermark

Steiermarkweit besuchen sechzig ZahngesundheitserzieherInnen 28.000 Kindergartenkinder 4x/Jahr und 39.000 Volksschulkinder 3x/Jahr und leiten die Kinder zu richtiger Mundhygiene und gesunder Ernährung an. Weiters be-steht für alle Kindergärten und Volksschulen die Möglichkeit, einmal pro Jahr einen kostenlosen Elternabend in Anspruch zu nehmen.

 

Immer mehr Kinder kariesfrei

Die WHO hat das Ziel definiert, dass im Jahr 2020 80% der Sechsjährigen kariesfrei sein sollen. Die Steiermark nähert sich diesem Ziel mit Riesenschritten. Waren bei der ersten Zahnstatuserhebung im Jahr 1988/89 erst 27% der Sechsjährigen kariesfrei, so sind es im Jahr 2006/2007 erfreuliche 62%. Besonders positiv zu werten ist die Verbesserung um 17 Prozentpunkte seit der letzten Untersuchung im Jahr 2001/2002.

 

Die Steiermark im Österreichvergleich

Die Steiermark liegt im Österreichvergleich beim Anteil kariesfreier Sechsjähriger nach Tirol am hervorragenden 2. Platz. Auch die durchschnittliche Anzahl geschädigter Milchzähne über alle Kinder hinweg ist in der Steiermark niedriger als im restlichen Österreich. Im Schnitt sind in der Steiermark zwei Milchzähne pro Kind durch Karies geschädigt - in Österreich durchschnittlich drei Zähne.

 

Zahngesundheit und Migrationshintergrund

Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund und geringerem Bildungsstatus tragen ein weitaus höheres Risiko, nicht kariesfrei zu sein und behandlungsbedürftige Zähne aufzuweisen, als Kinder von Eltern ohne Migrationshin-tergrund und höherem Bildungsstatus.
In der Steiermark sind 65% der Sechsjährigen von Eltern ohne Migrationshintergrund kariesfrei, hingegen nur 41% der Sechsjährigen von Eltern mit Migrationshintergrund.

 

Finanzierung

Das Kariesprophylaxeprogramm wird in der Steiermark von den Steirischen Krankenversicherungsträgern und dem Land Steiermark (Gesundheitsressort) finanziert und von Styria vitalis durchgeführt. Die aktuelle Zahnstatuserhe-bung wurde zu je einem Drittel vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger, vom Fonds Gesundes Öster-reich und vom Land Steiermark (Gesundheitsressort) finanziert.

 

Ein Blick in die Zukunft

Die Ergebnisse der Zahnstatuserhebung geben Anlass zur Freude, zeigen aber auch auf, wo in Zukunft noch Handlungsbedarf besteht.
Wichtig wäre, mit der Kariesprophylaxe bereits bei den 0-3 Jährigen zu starten sowie eigene Pilotprojekte speziell für Kinder mit Migrationshintergrund durchzuführen.

 

Informationen:
Styria vitalis, Eveline Sommerauer
Marburger Kai 51, 8010 Graz
Tel: 0316/82 20 94-11
karies@styriavitalis.at

http://www.styriavitalis.at/